Die Hohenzollernbrücke

 

Die Hohenzollernbrücke zählt neben dem Kölner Dom zu einem der Wahrzeichen Kölns. Der Vorläufer der Brücke war die Dombrücke. Mit dem Anwachsen des Verkehrs zu Beginn des 20. Jahrhunderts reichte diese nicht mehr aus, sodass man die Hohenzollernbrücke baute, die neben zwei Eisenbahn- über eine Straßenbrücke verfügte. Die Bauleitung führte der Ingenieur Fritz Beermann, der die Brücke nach Entwürfen von Friedrich Dirksen erbauen ließ. Die Hohenzollernbrücke entstand somit in den Jahren 1907 bis 1911 und wurde nach ihrer Vollendung von Kaiser Wilhelm II. eingeweiht.
Nah am Dom
Da die Brücke in der Flucht zum Kölner Dom liegt, sollte sie etwas Besonderes sein und man baute sie mit vielen architektonischen Merkmalen der Neoromanik, um zur Gotik des Domes Kontraste zu setzen.

Während des Zweiten Weltkriegs war die Hohenzollernbrücke eine der meistbefahrensten Eisenbahnbrücken Deutschlands. Obwohl sie also einen wichtigen Faktor in der Versorgungslage des Deutschen Reichs bildete, wurde sie bei alliierten Luftangriffen nur gering beschädigt. Erst mit dem Vorrücken der amerikanischen Truppen im Frühjahr 1945 sprengten Pioniere der deutschen Wehrmacht die Pfeiler der Brücke, dabei wurden die Bögen der Uferseite allerdings nur gering beschädigt.

Wiederaufbau
Nach dem Zweiten Weltkrieg machte man die Hohenzollernbrücke notdürftig wieder nutzbar, doch schon bald sollte der Wiederaufbau des Bauwerks beginnen, der im Jahre 1959 abgeschlossen wurde und viele Bauelemente der ursprünglichen Brücke wegließen und sie vereinfacht wieder herstellten. Um die Brücke erneut zu modernisieren begann man 1985 damit, eine neue Eisenbahntrasse zu verlegen, um den Zugverkehr des Kölner Hauptbahnhofs zu entlasten. Die Bauarbeiten waren 1989 abgeschlossen.

Interessant ist eventuell auch noch, dass der expressionistische Lyriker Ernst Stadler in seinem 1913 entstandenen Gedicht “Fahrt über die Kölner Eisenbahnbrücke bei Nacht” die Hohenzollernbrücke auf alle Zeit hin, in expressiven Bildern verewigt hat.

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